23
Feb
2008

Von der Perzeption und der Antizipation

Texte antizipieren und perzeptieren kann nicht jeder. Es kann/will sich auch nicht jeder artikulieren im Textedschungel der syntaktischen und semantischen
Ergüsse. Manchen gelänge es besser, würden sie sich distanzieren von den Neologismen ihres Vokabulars. Nein es ist kein D-englisch, es ist eine gespreizte, mit Wortsummationen aus Wikipedia geschmückte
Aneinanderreihung von fast als kohabitativ empfundenen Begrifflichkeiten.
Das Audit mutet kostbar und superb an- für die Euphemisten unter ihnen ein sicher noch sinngerechter Terminus. Sie flatulieren in ihrer Genre auch noch weitergehend und werden nicht der Aquisition zugeführt.
Empathisch und nicht immer pragmatisch sind ihre Intonationen bezüglich politischer Situationen .Kurios und kühn oft die abgeschriebenen aber dennoch dämonischen Buchbesprechungen, auf der Halde der virtuellen Sinnlosigkeiten.Sie reagieren (natürlich) fast feminin,entsetzlich histrionisch, bisweilen auch chauvinistisch auf Kritik. Mögen sie reziprok der Zuwendung der Mutter ein negatives Mutterimago impliziert haben, sie prolongieren emotional synthym ihre Konnotationen, ihre gedanklichen Strukturen.
Dissonanzen treten dann auf, sollte ein eloquenter Konkurrent ,der sich
auf kurze prägnante Sätze beruft in seiner Intention -und darüberhinaus auch die Syntax via Kognition seines Selbst beherrscht-
den Kriegsschauplatz der Erektionen betreten.
Dann bemüht sich das Gegenüber nicht einmal um konstruktive Kritikfähigkeit, sondern um Aggregate abgeschriebener Fremdwortphrasen. Die Intention des Schreibers ist also primär die verbale Erektion und weniger die Diskussion und die Spiegelung der Beiträge und Kritiker mit seinem Selbst. Nein er spiegelt sich höchst empathisch mit seinem Ich . Gelingt dieses nicht, werden für ihn obsolete Spiegelungen mit Neologismen vom Feinsten auf oft kurioser Ebene mit dem vermeintlichen Delinquenten(nicht Konkurrenten)
verabsolutiert. Wäre das Gegenüber ein Konkurrent ,müßte man sich per se erheben vom inthronierten Beton seiner Selbstgefälligkeit.
Nein ,Antizipation oder Perzeption sind nicht die Intentionen mancher Schreiber. Der Flatus des Geheimnisvollen, des Überirdischen, der unglaublichen Fremdwortintelligenz soll sich über den virtuellen Channel ausbreiten, bis alle andern am exorbitanten Geiste ersticken mögen und keiner Gegenwehr mehr fähig sind......
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dilara72 - 23. Feb, 14:54

hmmmmmmmmm.

wessen Ergüsse gehen dir da auf den Geist?
Chauvinistenergüsse? Machoergüsse?

Ich konfabuliere: Wer sich meist in Fremdwörtern ergießt kriegt sonst keinen Erguß hin, versteckt sich hinter den FREMDEN Worten....oder liege ich da falsch in der Konsequenz der Sache?

Side Affects - 24. Feb, 08:36

am ehesten

impotente chauvinisten.
la-mamma - 23. Feb, 20:50

herrlich!

ich hatte mal so einen chef, das find ich schlimmer als blogger - da hab ich ihn zitiert ...

Side Affects - 24. Feb, 08:35

es sind erbrechende blogger gemeint,

aber natürlich kann man es auch auf jedwede genre schaulaufender chefs übertragen.

der willi ist köstlich, ich versteh nur die passage auf dem weg zum klo nicht. vielleicht könntest du es mir mal erklären.danke.
la-mamma - 25. Feb, 20:59

ehrlich gestanden haben wir ihn

auch nie so richtig verstanden. aber genau so hat er halt mit sich selber gesprochen. wobei der weg zum klo gar nicht so besonders lang war, aber bei unseren büros vorbei ging.
Side Affects - 25. Feb, 22:27

gibts den willi noch?

und: was ist das für eine zeitschrift?schreibst du da mit?Ist interessant!
la-mamma - 26. Feb, 20:34

den willi gibts noch,

aber er ist nicht mehr mein chef. zum glück für ihn und mich. seither vertragen wir uns wieder besser;-)
die zeitschrift gibt es eigentlich nicht mehr - das war das satiremagazin herbst - zeitweise sogar mit printausgaben. das wurde dann irgendwie ins frankfurter magazin eingegliedert, während gleichzeitig ein paar der ältesten oder eben nicht-frankfurter autorInnen ausgegliedert wurden. als archiv scheint es mir aber schon recht langlebig.
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